IDOMENEO - Oper Frankfurt, September 2013

Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester spielt unter der Leitung des früheren Kapellmeisters Roland Böer zügig, kernig, akzentuiert und trennscharf, historisch informiert. 

Guido Holze, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. September 2013

 

Den hintergründig, frischen Zügen der Idomeneo-Partitur spürte das ungemein konzentriert, klangschön aufspielende Frankfurter Opern- und Museumsorchester bestens nach. Unter der Leitung von Roland Böer artikulierten  sich die Streicher in feinen Piani, in bester Disposition musizierten die Bläsersegmente und formierten sich zum eleganten, temperamentvollen Mozartklang. Böer erwies sich zudem als versierter Sängerbegleiter gleichwohl in der intensiven Gestaltung der Rezitative und den nervig, akzentuierten Abläufen. Orchestrale Glanzleistung (...)

Gerhard Hoffmann, Der neue Merker, September 2013

 

Die musikalische Umsetzung fügt sich gut zur Szene. Schon die ersten Töne der Ouvertüre zeigen an, daß es in den folgenden drei Stunden ungemütlich werden könnte. Roland Böer läßt das gut aufgelegte Opernorchester kraftvoll und energisch aufspielen. Hier ist keine verzärtelte Rokoko-Gemütlichkeit zu erleben, sondern ein aufgewühltes Sturm-und-Drang-Drama. Akzente werden stark herausgearbeitet, dynamische Kontraste ausgekostet. Der dadurch in einen Zustand nervöser Daueranspannung versetzte Zuhörer nimmt dann umso dankbarer die zarten Töne und delikaten Bläsersoli zur Kenntnis, die Böer ihm gelegentlich in kleinen Inseln der Ruhe gönnt.

Michael Demel, Der Opernfreund, September 2013

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