Enrico - Oper Frankfurt

Es ist faszinierend mit welcher Selbstverständlichkeit, Präzision und Musizierlust sich Roland Böer und die Musiker des Frankfurter Opern- und Museumsorchester vor der Bühne auch optisch auf dieses Spiel mit der Geschichte im doppelten Wortsinn einlassen.

Joachim Lange, nmz, 24. Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________

Da­bei legt Tro­jahn selbst die Fä­den in sei­nem Mu­sik­dra­ma zwar ver­wi­ckelt und gezwir­belt, aber doch im­mer im Hel­len aus: Das Macht­in­stru­ment der Trom­pe­te wird in Ge­stalt ei­nes klei­nen, quä­ken­den Ex­em­plars zum leit­mo­ti­vi­schen Be­glei­ter des Herr­scher­chens und sticht aus dem von Ro­land Bö­er so zu­pa­ckend und auf­rei­bend wie in Kam­mer­grö­ße prä­zi­se ar­ti­ku­lie­ren­den Opern­haus- und Mu­se­ums­or­ches­ter her­aus.

Axel Zi­bul­ski, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________

Eine verrückt schöne Virtuosität

Roland Böer als Dirigent des mittelstark besetzten, hochmotivierten Opernhaus- und Museumsorchesters hat Schwerstarbeit zu leisten. Doch das klingende Ergebnis wirkt wie Zauberei, aus dem Ärmel geschüttelt. Oder auch: sternschnuppenhaft aufblitzendes akustisches Konfetti.

Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau, 23. Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________

Neben den Sängern, von denen die meisten dem Frankfurter Ensemble angehören und die alle beeindruckende Rollendebüts abgeben, gehen die entscheidenden Anregungen vom Opern- und Museumsorchester unter Roland Böer aus, das in kleiner Besetzung besticht.Konzentrierte Holzbläser-Charaktere stehen neben transparenten Querflötensoli, Fagott-Kaskaden neben höchsten Wahnsinns-Flageoletts.

Bettina Boyens, Frankfurter Neue Presse, 23. Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________

Von Dirigent Roland Böer mit dem Opern- und Museumsorchester enervierend auf den Punkt gebracht, ein souverän das Maskenspiel beherrschender Held: Die Frankfurter Erstaufführung von „Enrico“ im Bockenheimer Depot wurde mit anhaltendem Beifall bedacht.

Klaus Ackermann, Offenbach Post, 23. Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________

Für Dirigent Roland Böer und die wenigen Musiker des Frankfurter Opern- und Museumsorchester, alles Solisten, ist das Musizieren keine leichte Kost. Es war für sie Schwerarbeit, alles in Einklang zu bringen und darauf zu achten, dass Schnelligkeit und musikalische Farben- Expressivität, Erregung und Entspannung – sich entwickeln können. Das ist ausgezeichnet gelungen.

Renate Feyerbacher, feuilletonfrankfurt, Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________ 

Klar konturiert ist der Orchesterklang unter der umsichtigen Leitung von Roland Böer.

Stefan Michalzik, Hanauer Anzeiger, 24. Januar 2018

_____________________________________________________________________________________________________________________

Nach gut neunzig Minuten ist die Oper zu Ende. Dabei hätten die Töne locker für vier Stunden ausgereicht. Manfred Trojahns „Enrico“ transportiert schon eine Menge Text und hat nicht weniger als elf Sängerrollen. Aber auch die Komposition scheint ständig mitzureden, mal kommentierend, dann konterkarierend, mal szenisch impulsiv, dann wieder reflektierend. Vor allem jagt sie die Aufmerksamkeit durch das gar nicht so kleine Kammerorchester, in dem die Streicherbesetzung reduziert ist, die Bläsersoli aber in aller Pracht und Vielfalt blühen. Wäre es eine Bilder- statt einer Tonflut, würde man einen Augenblick die Augen schließen wollen. Aber man will ja auch nichts verpassen von dieser dicht komponierten, das Interesse beständig kitzelnden Musik, zumal der Dirigent Roland Böer und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester dieser Partitur nichts schuldig bleiben an Plastizität und Raffinesse des Klangs, rhythmischer Präzision und vielen staunenswerten solistischen Einlagen.

Johannes Breckner Wiesbadener Kurier, 23. Januar 2018 

___________________________________________________________________________________________________________________

Roland Böers musikalische Leitung ist tadellos. 

Dr. Joseph Becker, Bild, 23. Januar 2018

___________________________________________________________________________________________________________________

Das ausgezeichnet disponierte Orchester unter der Leitung von Roland Böer entfaltet stellenweise beinahe spätromantische Klangpracht, bleibt aber immer transparent und achtet auf mustergültige Durchhörbarkeit. Da überwiegend rasende Tempi vorgegeben sind, ist es ein Spiel, bei dem die Musiker gleichsam auf der Stuhlkante sitzen.

Michael Demel, der Opernfreund, 24. Januar 2018

 

… zurück zur Übersicht